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05 Januar 2016

WEGE & UMWEGE - weitergehen

Liebe AMEIZON-Freund(-innen), Nacht-Schwärmer(-innen) und Lebenskünstler(-innen)
 
Das AMEIZON-Projekt neigt sich nach 15 Monaten dem Ende. Durch die vielen Einträge und Veröffentlichungen über „Ameisenschwärmen, Pilgerwegen und Internetgiganten wie Amazon“ durfte ich in dem vergangenen Jahr viel mit und von euch lernen:
 
  • Ohne diesen blog wäre meine Teilnahme an dem bundesweiten Pilotprojekt für Künstler zu dem Thema DIVERSITÄT an der Bundesakademie in Remscheid nicht möglich gewesen
  • Die daraus entstandenen Kunstaktionen vor Hamburger Notunterkünften mit geflüchteten Menschen aus aller Welt, aus der so viele unglaubliche Bilder entstanden sind, haben darin ihren Ursprung
  • Auf der Ameisenwarte in Bayern durfte ich alles über Ameisen erfahren und bin jetzt stolze und zertifizierte (Stadt-)Ameisenhegerin mit einem offiziellem „Ameisenhegeschein“
  • Natürlich konnte ich meiner Lust am Schreiben endlich einmal richtig frönen
  • und viele Ideen zu Ende denken
  • Die Blog-Aktion Foot-Shooting skizzierte meine neue Installation über
    (eigene+fremde)(flucht+pilger)WEGE
  • Und letztendlich durfte ich mit diesem kleinen Ausflug in die Gefilde des „social-media“  Möglichkeiten und Grenzen hautnah erleben. 
 
Jetzt werde ich mich auf meine kommende Ausstellung konzentrieren. Sie findet im Flandernbunker/ Kiel statt – ein sehr markanter Ausstellungsort – und wird am 8. Mai eröffnet. Ich kenne diesen Bunker gut, denn ich habe dort schon vor 25 Jahren „gearbeitet“, also Rauminstallationen entworfen, fotografiert, gefilmt, vertont, collagiert. 
 
BUNKER#HEIMAT
wird die Ausstellung heißen und ein Logo gibt es auch schon dazu. 
 
 
Natürlich werden dort auch Themen, die in diesem blog vorgekommen sind, auftauchen. Vieles davon wird mit einfließen. Daher bedanke ich mich besonders für die vielen wertvollen Kommentare, für eure Treue und für eure Anregungen. 
 
 
 Ich würde mich sehr freuen, euch auf der Ausstellung im Mai begrüßen zu dürfen.
Mit einem großen DANKESCHÖN! verabschiedet sich die AMEIZON-Hegerin

mit einem Lieblingszitat von der Königen.

Zu einem guten Ende gehört ein guter Anfang
Konfuzius

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alle weiteren Informationen:
  

05 Mai 2015

DIE STADTAMEISENHEGERIN - Amazonenameisen

Über das Wochenende war ich in Nabburg. Das ist im tiefsten Bayern. Gemeinsam mit sehr netten Spezialisten – Fledermausspezialisten, Bienenspezialisten, Schneckenspezialisten – habe ich einen Ameisenhegelehrgang besucht. Ja, so etwas gibt es. In Bayern. Wir haben drei Tage lang Waldameisenhügel gesucht, Nester gerettet und umgesetzt.
 

Alles mit der Hand natürlich.
 
Den Ameisen gefiel das nicht, und manchmal standen wir in einer Wolke von Ameisensäure.

 


Dabei habe ich zwei Dinge gelernt.
 
1. Zum Teilen geboren:
Ameisen haben einen Sozialmagen. Was ist das? Bisher kannte ich nur den Sozialstaat und den Sozialarbeiter. Einen Sozialmagen zu besitzen heißt, dass geteilt werden MUSS. Sonst bekommt sie selber NICHTS. Wenn also eine Ameise Futter holt, so gelangt das zuerst in ihren Sozialmagen. Erst, wenn sie genug von diesem Futter abgegeben hat, öffnet sich ihr eigener Magen, sodass sie selber etwas zu essen bekommen kann.
Ist keiner zum Teilen da, verhungert die Ameise - auch, wenn sie von Delikatessen umgeben ist.

2. Amazonenameisen
Es gibt sie tatsächlich! Die Amazonenameisen. Und es sind die Schlimmsten von allen - der Schrecken der Ameisenwelt. Nach Wikipedia sind sie „obligatorische Sklavenjägerinnen“. Sie unternehmen großangelegte Raubzüge, in denen sie die Larven und Puppen anderer Ameisenstaaten aufstöbern und zum eigenen Nest transportieren. Dort wird das Diebesgut von „Sklavenameisen“ aufgezogen, sodass sie die Versorgung des ganzen Staates übernehmen können. Andere Ameisenarten sind wegen der Amazonenameise stark gefährdet.
Das macht nachdenklich.


Jetzt bin ich offiziell anerkannte „Stadt-Ameisenhegererin“
mit Ausweis und Stempel.
 

Berechtigt, Ameisenhaufen zu kartieren, zu markieren,
umzusiedeln und Hinweisschilder aufzustellen.

 
 Das kann ja lustig werden.