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17 Januar 2018

MENSCHEN & MUSTER


Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme selten dazu.
Ödön von Horvath

Mein Tag ist geprägt von Mustern: Denkmuster, Essmuster, Glaubensmuster, Wahrnehmungsmuster, Beziehungsmuster, Tagesmuster, Bewegungsmuster. Sie ziehen eine Spur durch mein Leben und beeinflussen meine Handlungsmöglichkeiten.


Wieviel am Tag gestalte ich eigentlich noch selbst – und wieviel vom Tag ist einfach nur ein sich ständig wiederholendes Muster?

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Carpe Diem – Pflücke den Tag

03 Januar 2018

Die Kraft der Vorstellung >>> Teil I

Auf meiner 33-tägigen Pilgerreise von Pamplona nach Santiago de Compostela habe ich eines gelernt: wenn ich mein Ziel sehe – die Spitze eines Kirchturmes zum Beispiel – dann komme ich auch an, egal, wie weit es bis dahin noch sein mag. Eine Erkenntnis, die durchaus alltagstauglich ist. 

Wenn ich also eine bildliche Vorstellung von dem habe, was ich erreichen möchte, dann besteht eine gute Chance, diese auch in die Tat umsetzen zu können. Je klarer die Vorstellung, desto besser. Vorstellung meint in diesem Fall, ein konkretes inneres Bild vor Augen zu haben und/oder eine erkennbare Vision auf dem Papier zu erstellen. Für mich ist es absolut verblüffend, wie sehr sich die ersten Ideen-Skizzen meiner Installationen in der tatsächlichen Umsetzung wiederfinden. Und wie im Laufe der letzten zehn Jahre diese Art von Visualisierung immer realistischere Formen angenommen hat.
 
 
2008
 
2010

2011

2011/2014

2016/17
 

Vorstellungskraft scheint wie ein Muskel zu sein, den ich trainieren kann.
Wie stelle ich mir also 2018 vor?
 
In diesem Sinne wünsche euch ich ein wunderschön-kreatives neues Jahr
mit vielen schönen, nachhaltigen und tiefgründigen Ideen!

>>> <<<

Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte. DANKE!
Kinder aus den Notunterkünften malen gemeinsam an ihren Wunsch nach einem eigenen, geschützten Zuhause.
 

13 April 2017

De ira >>> ZORNIGE ZEITEN

Die WUT ist überall. Sie ist greifbar und spürbar in der Politik, in den Religionen, unter Kollegen, unter Nachbarn, in der Familie, zwischen ehemals Liebende, zwischen Eltern und Geschwister, in Fußballteams, unter Chefs und Angestellten. 
Nachrichten ohne WUT und Aggressionen sind langweilig und erst Katastrophen sorgen für hohe Einschaltquoten. Unsere Fernsehlandschaft ist reinste WUT-Kultur. In zahllosen Krimis wird in einer Tour gemordet, getötet, gemetzelt und gestorben, was das Zeug hält. Allerorten liegen Leichen, fließt Blut. Gefolterte, geschändete Frauen, aufgehängte, durchbohrte Leiber, explodierende Autos, gezückte Pistolen, tropfendes, sickerndes, fließendes Blut. 
Hasskommentare und shitstorms in sozialen Netzwerken sind zum Alltag geworden. Mit Rufmord-Kampagnen, übler Nachrede und Mobbing-Attacken werden Männer, Frauen und Kinder an den Rand des Wahnsinns getrieben.
 
 
Man könnte meinen, zurzeit wird über alle verfügbaren Mittel WUT geschürt.
WUT auf das Andere, WUT auf das Fremde, WUT auf sich selbst.
Wozu brauchen wir diese allgegenwärtige WUT?
Ist es uns womöglich zu langweilig geworden, weil alles im Leben so geordnet, abgesichert und festgelegt ist?
Oder ist es die versteckte Sehnsucht nach großen Gefühlen? 
 
ROTSEHEN
Video.js | HTML5 Video Player VOM UMGANG MIT DER WUT
 
 
"De ira – Über die WUT"
ist eine schriftliche Abhandlung von L. Annaeus Seneca,
ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker und
einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit.
Er wurde ca. im Jahre 4 v.Chr. geboren und hatte augenscheinlich 
schon damals viel mit dem Phänomen der WUT zutun.

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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Kinder und Erwachsene aus Syrien, Afghanistan und dem Kosovo
malen gemeinsam von „stürmischen Zeiten“.

09 März 2017

Sinfonie des Zufalls

Wenn etwas wissenschaftlich bewiesen ist, dann kann man sich darauf verlassen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden experimentelle geprüft und bewiesen. Damit ein Experiment seine Aufgabe erfüllt, muss es messbare Ergebnisse liefern, nachvollziehbar, wiederholbar und objektiv sein. Es muss stets zum selben Ergebnis führen, unabhängig von Ort, Zeit und Personen. 
Wissenschaft bedient also unsere tief sitzende Sehnsucht, alles selbstbestimmt und jederzeit wiederholen zu können - und verdrängt gleichzeitig die ebenso tief sitzende Angst vor dem Unerklärlichen, dem Unfassbaren und vor der der Einmaligkeit der Dinge.
 
„Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall“, sagt Albert Einstein. Demnach ist jeder Tag neben den ganzen (vermeintlich) berechenbaren Geschehnissen auch ein faszinierendes Spiel mit den Mächten des (unwiederbringlichen) Zufalls. Die Kunst besteht darin, den Wert dieser Einmaligkeiten auch zu erkennen.
  
Sinfonie des Zufalls >>> Zufallsprodukte


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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
  
 
Ein Junge aus dem Kosovo malt eine zornige Sonne
mit schwarzen Strahlen, erdrückt von einem feuerspeienden Regenbogen.

01 März 2017

Heute mal ***NICHTSTUN

Inspiration ist ein Zauberwort. Schon als die Menschheit am Anfang stand, ließ sie sich von der Natur und ihren Mitmenschen inspirieren. So entstanden unzählige Werkzeuge, erstaunliche Kunstwerke, überlieferte Geschichten und das Feuer.

Inspiration ist etwas Schönes, hat aber einen ausgesprochenen Nachteil. Meisten erwischt sie uns beim absoluten NICHTSTUN. Beim einfach-nur-da-sitzen und Löcher-in-die-Luft-starren. Dann kommt möglicherweise irgendwann und komplett unerwartet dieser eine Gedanke, dieses eine Bild oder was auch immer, das uns entführt und uns auf eine Reise schickt, deren Ziel wir noch nicht kennen.
Dabei hat das Nichtstun alias Langeweile einen ziemlich schlechten Ruf. In der Regel wird über Stress geklagt - Arbeitsstress, Freizeitstress, Familienstress. Aber insgeheim ist manch einer stolz auf seinen Stress. Stress adelt, ist Ausweis von Leistung, die an die Grenze geht. Wer Stress hat, ist wichtig. Gelangweilte wissen nichts mit sich anzufangen, "nutzen ihr Potenzial nicht", verschwenden ihre Zeit und ihr Leben.

Das ist eine weit verbreitete Haltung - aber dass diese ständige Betriebsamkeit, Erreichbarkeit und Zielstrebigkeit gute Ideen eher vernichtet als sie voranbringt, ist kein großes Geheimnis. In London gibt es seit 2010 tatsächlich eine jährlich stattfindende Boring-Conference. Gesucht werden auf dieser Konferenz der Langenweile Menschen, die Vorträge zu den langweiligsten Themen der Welt halten. So wird über die "Seriennummern von U-Bahn-Waggons", die "Frühstücksauswahl amerikanischer Kettenrestaurants" und über "Londoner Ladenfassaden" referiert. Wenn man Teilnehmer der Veranstaltungen am Ende danach fragte, wie sie die Konferenz der Langenweile fanden, bekam man die erstaunliche Antwort. „Es war sehr interessant!"

 
Auf den Jakobswegen in Spanien gibt es vielerorts kleine und große Steinhaufen, auf denen Pilger ihre Botschaften hinterlassen haben - Wünsche, Träume, Erinnerungen. Für mich war es ungeheuer inspirierend,
in diesen Hinterlassenschaften nach den Geschichten zu suchen, die sie mir erzählen könnten.

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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
>>> gemeinsam sein <<<
 

15 Februar 2017

Das Geheimnis einer Minute

In Silikon Valley wird meditiert und Google hat damit angefangen. Um Innovationen zu fördern, stellt Google alle Ingenieure 20 % ihrer Arbeitszeit frei, damit sie an etwas arbeiten, was nicht mit ihren eigentlichen Projekten zu tun hat. Chade-Meng Tan war als einer der ersten Ingenieure bei Google angestellt, und er nutzte seine 20%, um an seinem großen Lebenswunsch zu arbeiten: dem Weltfrieden. 
Daraus entstanden ist  ein Coaching-Programm, an dem alle Google-Mitarbeiter freiwillig teilnehmen können. Ziel dieses 7-wöchigen Achtsamkeitstrainings ist es, meditative Praktiken in den Arbeitsalltag einzubinden, um kreativer, produktiver und ganz nebenbei glücklicher, gesünder und selbstbestimmter zu werden. 
Und es funktioniert. Die Bewertungen derjenigen, die an dem Programm teilgenommen haben, sind überwältigend. Chade Meng Tan hat ein Buch darüber geschrieben, dass in 21 Sprachen übersetzt wurde und dass selbst der Dalai Lama für gut befunden hat.
 
SEARCH INSIDE YOURSELF – SUCHE IN DIR SELBST
 
Meditative Praktiken in den Alltag einzubinden bedeutet keine stundenlange Versunkenheit, wie man sie von buddhistischen Mönchen her kennt. Eine Minute reicht völlig aus. Eine Minute Stille vor einer wichtigen Sitzung, eine Minute bewusst atmen, eine Minute genussvoll essen, eine Minute lang etwas anschauen, als hätte man es noch nie gesehen. Eine Minute, die die Welt verändert und dem Leben eine andere Richtung geben kann.
 
Chade Meng Tan geht sogar noch weiter. Ihm reichen 6 Sekunden.
Zitat: Sechs Sekunden sind genug. Einmal konzentriert ein- und ausatmen.
Wenn du traurig über etwas bist, bist du in der Vergangenheit,
wenn du etwas befürchtest, bist du in der Zukunft,
aber wenn du deine volle Konzentration auf deinen Atem für sechs Sekunden
richtest, dann bist du frei.
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TANZENDE TULPEN in 60 Sekunden:  
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die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Mädchen aus Syrien malt von ihrer Mittelmeer-Überfahrt
und später vollständig versunken ein ganzes Blumenmeer.

02 Februar 2017

HEUTE MAL *** die Blumen tanzen lassen

Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang.
Albert Camus
 

Das Buch der verschollenen Geschichten nannte JRR Tolkien ein kleines Notizbuch, in dem er fantastischen Geschichten aufschrieb. Aus diesem kleinen Notizbuch sollten 20 Jahre später Der kleine Hobbit und 32 Jahre später Der Herr der Ringe hervorgehen. Seine Fantasy-Romane, in denen er vollkommen neue Welten entstehen lässt, setzten Meilensteine und prägen bis heute das Genre der Phantastik. Das Imperium von StarWars, die Zauberwelten des Harry Potter, die Chroniken von Narnia, Fernsehserien wie Game of Thrones und Computerspiele wie World of Warcraft werden von vielen Millionen Fans geliebt, bis ins kleinste Details erforscht und nachgelebt.
Für Tolkien waren Märchen, Mythen, fantastische Erzählungen aber auch die Geschichten aus der Bibel das Lebensthema. Er sah es als seine Aufgabe an, aus der Fantasie heraus komplexe „Sekundärwelten“ zu erschaffen, bevölkert mit Hobbits, Balrogs und Elben. Fantasie war für ihn ein zutiefst menschliches Bedürfnis, das gestillt werden musste. Seine entscheidenden Qualitätskriterien an einen guten Fantasy-Roman waren eine eigenständige, für sich selbst stehende neue Welt und ein erklärtes happy ending, also einen guten Ausgang aus der Geschichte. Er prägte den aus dem Griechischen stammende Begriff  Eukatastrophe, das mit „Wendung zum Guten“ übersetzt werden kann - im Gegensatz zur Katastrophe als „Wendung zum Niedergang“.

In seinem berühmten Vortrag „On Fairy-Stories“ über die menschliche Fähigkeit, Märchen, Legenden und fantastische Geschichten zu erfinden, sagte er: „…Geschichte und Fantasie gehen immer weiter und sollen weiter gehen. … Das Geschenk, das ihm (dem Menschen) überreicht wurde, ist so groß, dass er wohl annehmen darf, durch Fantasie wirklich beitragen zu können zum Schmuck und zur vielfachen Bereicherung der Schöpfung“
 
Gemessen an Tolkiens Qualitätskriterien sind unsere heutigen Nachrichten zum aktuellen Tagesgeschehen überwiegend katastrophenorientiert - auch die der "alternativen Fakten" - und damit ausgesprochen fantasielos.
 
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HEUTE MAL*** die Blumen tanzen lassen
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Mädchen aus dem Irak malt eine "blaue Blume".
In der Romantik ist so eine blaue Blume ein zentrales Symbol.
Sie steht für Sehnsucht und Liebe

 

26 Januar 2017

Adlerschwingen und Flüstertöne

Von der Macht des Geistes und der Kraft der Gedanken sind viele Menschen überzeugt. Es gibt weltweit große geistige und spirituelle Führer, die Glück, Erfolg, Gelassenheit, innere Zufriedenheit und Sinn versprechen. Im Stil des „Time“-Magazins, das jedes Jahr eine Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten zusammenstellt, und des “Forbes”-Magazins, das die Mächtigen der Welt in Rangfolge auflistet, veröffentlicht das englische Magazin “Mind Body Spirit” jährlich eine alternative Liste der 100 spirituell einflussreichsten lebenden Personen. Sie reicht vom Dalai Lama über den Papst bis hin zu Paulo Coelho und Marianne Williamson. Allen gemeinsam ist, dass sie Veranstaltungen in riesige Hallen füllen – gerade und komischerweise in Amerika - sie werden zum gefeierten spirituellen Event und spiegeln die Sehnsucht tausender Menschen, ihr geistiges Chaos zu entwirren.
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Die junge Frau, die ich beim Sterben begleite, wird Angesicht ihres Todes immer hellhöriger für Botschaften aus einer vermeintlich anderen Welt. Sie träumt intensiver und lässt Erinnerungen zu, die sie lange verdrängt hat. Erinnerungen an Gestalten, die sie als Kind gesehen hat, an Träume, die ihr wichtig sind, an Worte, die ihr zugeflüstert worden sind. Ich schreibe dieser Frau nach unseren Treffen immer „Neue Anfänge“ und schicke sie ihr zu. Das ist ein gewachsenes Ritual und die zugeschickten „Neuen Anfänge“ geben ihr die Möglichkeit, die Dinge um sie herum zu ordnen und weiter oder anders darüber nachzudenken.
 
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Auszug aus „Neuer Anfang Nr. 20:

…  Eigentlich begleiten sie mich schon ein Leben lang. Merkwürdig, dass mir das erst jetzt so richtig bewusst wird. Lange Zeit habe ich es einfach ausgeblendet und Strategien entworfen, um nichts zu bemerken. Aber wenn ich genau hinsehe, dann waren sie eigentlich immer um mich herum, haben mich nie alleine gelassen: Stimmen, Gestalten, Schatten.
 
Als Kind sah ich sie in meinem Elternhaus, aber auch draußen, auf Spielplätzen, Straßen und Wäldern. Meine Umgebung war geradezu bevölkert von Gestalten, die immer vom Boden bis zur Decke reichten. Drinnen waren sie schon groß, draußen wuchsen sie ins Unermessliche. Riesenhafte Gestalten mit großen Köpfen und langen Gliedmaßen, die mich ein bisschen an die alten Wäscheklammern meiner Mutter erinnerten. Mit geschlossenen Augen und Mündern standen sie einfach da, beobachtend. Sie waren mir vertraut. Ihre Anwesenheit beruhigte mich nicht nur, sie gehörten einfach dazu, sie waren normal. Sie waren anders als alles, was ich bisher gesehen habe, aber sie waren wunderschön. Sie begleiteten mein Leben. ...
 
 
 
 
 
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Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein kleiner Junge malt das Blaue vom Himmel herunter.


20 Januar 2017

Heute mal >>> ein 356-Tage Projekt

Handarbeit statt Klettern
Unsere Vorfahren lebten auf Bäumen und liebten das Klettern Als das Leben in den Bäumen allmählich aus der Mode kam, wurde ihre Kletterhand langsam umgebaut, sodass sie das geschickte Hantieren mit Gegenständen und Werkzeugen üben konnten Und genau das machte den Weg frei für die Handarbeit, die noch heute für den Menschen so wichtig ist.

Die Macht der Hand
Handarbeit befriedigt unser das Bedürfnis nach Individualität und Kreativität. Jede Handarbeit besteht aus einer Vielzahl kleiner Schritte, aus denen mit der Zeit das fertige Ergebnis wächst. Aber die Hand ist nicht perfekt und so weiß man nie 100%ig, was letztendlich dabei herauskommt. Das macht ein Großteil der Faszination aus. Die Arbeit mit der Hand ist unvorhersehbar, unperfekt und einzigartig – back to he roots.

Ein kleines Tagwerk verändert die Welt
Konfuzius sagt: "Auch die weiteste Reise beginnt mit dem ersten Schritt." und alle großen Dinge beginnen im Kleinen. Das weiß auch das Internet. Es ist voll von 356-Tage –Projekten. Da wird gebastelt, gemalt, geschrieben und >>> täglich darüber gepostet. Was man dabei macht und dokumentiert, ist vollkommen egal. Alles ist möglich. Hauptsache, man bleibt dran. Man tut jeden Tag etwas, hat aber keine allzu große Aufgabe vor sich. Und wie durch ein Wunder können die vielen kleinen handgemachten Tagwerke etwas ganz unerwartet Neues in Gang bringen.
 
panta rhei – alles fließt – flow
 
Und hier gibt es zwei Beispiele von fertigen, wunderbar einfachen 356-Tage-Projekte:
link >>> 356 Gesichter
 
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Mädchen aus Syrien, im Malen von Blumen, Bergen und Flüssen
(vielleicht aus ihrer Heimat) komplett vertieft.
 

16 November 2016

NÄHE & DISTANZ - Das Geheimnis der Vögel

Einen Schwarm von Vögeln oder von Fischen zu beobachten ist nicht nur schön, es birgt in sich auch etwas Beruhigendes, etwas Faszinierendes, etwas Unbegreifliches. Ein scheinbar perfektes Zusammenspiel lädt zum Staunen ein. Die ständig sich verändernden Formationen erscheinen wie ein unlösbares, unsichtbares Geheimnis.

 
Wie funktioniert so ein Schwarm? Die Vögel eines Vogelschwarmes – Stare beispielsweise – orientieren sich zunächst an sieben anderen Vögeln um sich herum. So bilden acht Vögel eine Gruppe, die wiederum mit anderen Gruppen des Schwarms vernetzt sind. Diese vielfältig vernetzten Vogel-Gruppen bewegen sich automatisch und instinktiv nach drei Gesetzmäßigkeiten: Zusammenhalt, Trennung und Ausrichtung.
Das Gesetz des Zusammenhaltens (Kohäsion) besagt: Bewege dich in die Richtung des Mittelpunkts derer, die du in deinem Umfeld siehst. Also, >>> hin zu deinen Nachbarn.
Das Gesetz der Trennung (Separation) meint: Halte einen Mindestabstand ein und bewege dich weg, sobald dir jemand zu nahe kommt. Also, >>> weg von deinem Nachbarn.
Das Gesetz der Ausrichtung heißt: Bewege dich in dieselbe Richtung und mit derselben Geschwindigkeit wie diejenigen in deiner Nähe. Also, >>> parallel zu deinen Nachbarn.
 
 
Ein Schwarm hält demnach ein nahezu perfektes Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz.
Das ist eine Eigenschaft, die uns Menschen leider selten gelingt.
 
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DANKE!
Vogel- und Fischschwärme tauchen immer wieder in den
Zeichnungen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen auf.
 

09 November 2016

HEUTE MAL *** ANDERS/ Teil III

HEUTE MAL >>> anfangen

„Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahrhaben möchte, hält er auch für wahr.“ Das sagte der bedeutende griechische Redner Demosthenes schon vor 2500 Jahren. Manchmal kommt mir der Verdacht, dass wir seit dem kaum noch etwas dazu gelernt haben. Alles, was wir heute über uns wissen, das wussten die klugen Köpfe damals im alten Griechenland auch schon.

Demosthenes sagte ebenfalls: „Kleine Gelegenheiten sind häufig der Anfang großer Unternehmen.“ Übersetzt heißt das wohl, dass es gar nicht die großen Ideen, Projekte, Konzepte und Pläne sind, die die Welt verändern, sondern dass es vielmehr die kleinen, oftmals unbeachteten, manchmal alltäglichen Dinge sind, die einen Berg ins Rollen bringen können. Das könnte man ja ausprobieren: wenn ich an „kleine Gelegenheiten“ denke, dann denke ich zum Beispiel an einige junge Frauen, denen ich auf meiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela immer wieder begegnet bin. Sie trugen eine kleine Tasche mit bunten Bändern bei sich. Sobald sie in einer Herberge angekommen sind, haben sie sich ein schönes Plätzchen gesucht und angefangen, aus den bunten Bändern farbenfrohe Freundschaftsbänder zu knüpfen – um diese dann auf ihrem weiteren Weg gleich weiter zu verschenken. Seitdem faszinieren mich diese Bänder – auch, wenn ich ihre Knot-und Knüpftechniken nicht verstehe.
Das wäre eine schöne "kleine Gelegenheit" zum HEUTE MAL>>> anfangen: jeden Tag ein Freundschaftsband knüpfen – und das dann gleich weiter verschenken. Ich bin gespannt, welches große Unternehmen aus dieser kleinen Handlung heraus entstehen könnte. „Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht.“ Das sagte der irische Schriftsteller Oscar Wilde vor 50 Jahren.
 
 
Der Anfang ist gemacht. Das erste geknotete Armband
aus Paketschnur, weißen Baumwollfäden und einer Unterlegscheibe ist fertig.
Nun muss es nur noch verschenkt werden.
 
und so ist das Armband entstanden:
 
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Heute fängt auch am anderen Ende der Welt etwas Neues an. Und ich hoffe sehr,
das sich die Sorgen und Befürchtungen so vieler Menschen (auch meiner eigenen) nicht bewahrheiten werden.
 
 
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die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Die Botschaft einer jungen Frau aus Afghanistan.
 

19 Oktober 2016

zwischen AGGRESSIV und KREATIV

Landläufig glaubt man, Adler, Habichte und Falken würden ständig in den Lüften kreisen um nach Beute Ausschau zu halten. Das stimmt so nicht. Greifvögel sind höchstens einmal am Tag aktiv und entwickeln dabei einen Stoffwechsel wie ein Hochleistungssportler. Die Beutejagd verlangt ihnen so viel ab, dass sie sich den Rest des Tages, also 23,5 Stunden, davon erholen müssen, sprich ausruhen. Falkner sagen dazu, sie „stellen“ sich auf. Die meiste Zeit des Tages verbringt der Greifvogel auf einem Baum oder einem Felsen. Still, beobachtend, man könnte fast meinen, er meditiert. Charakteristisch für Greifvögel ist also ihre zielgenaue Aggression in Kombination mit stundenlangen Ruhephasen, die man auch „Greif-Meditation“ nennen könnte.
 
Das Wort Aggression kommt aus dem Lateinischen und ist erst einmal wertneutral. Es setzt sich aus den Silben ag für „zu, nach hin“, gradi für „schreiten, festen Schrittes gehen“ und gradus für „Schritt“ zusammen. Aggression könnte man also von seinem Ursprung her mit „Festen Schrittes zu etwas hingehen“ übersetzen Demnach wäre jede zielgerichtete Aktivität als aggressiv einzustufen. Heute fasst man den Begriff Aggression natürlich wesentlich enger.

Das Wort Meditation kommt ebenfalls aus dem Lateinischen, und heißt übersetzt „nachdenken, nachsinnen, überlegen“. Der Ursprung der Meditation wird im Fernen Osten vermutet, genauer dem heutigen Afghanistan, wo sie vor gut 4000 Jahren als eine Art spirituelle Geistessschulung entwickelt wurde.
Heute befassen sich Neurowissenschaftler mit den Auswirkungen der Meditation auf unser Gehirn. Sie untersuchen beispielsweise die Gehirne von buddhistischen Mönchen während ihrer Meditation in einem MRT. Dabei haben sie festgestellt, dass regelmäßiges meditieren speziell den präfrontalen Kortex aktiviert und stärkt. Das ist der Bereich im Gehirn, der für unsere Entschlossenheit, unsere Handlungsbereitschaft, unser Planungsvermögen und unsere Problemlösungen zuständig ist – und der normalerweise leider eher schlecht entwickelt ist. Außerdem werden während einer Meditation im Gehirn Thetawellen erzeugt. Thetawellen (7 - 4 Hz) sind die Wellen des Unterbewussten. Sie kommen besonders im Traum, in der Meditation, bei Gipfelerfahrungen und während kreativer Zustände vor.
 
Kurz gesagt macht es die Mediation für uns also leichter, 
 kreativ, lösungsorientiert und punktgenau zu handeln.
Vielleicht können Greifvogel nur deshalb so zielgerichtet handeln,
weil sie die meiste Zeit des Tages meditierend zubringen?
 
Die roten Augen eines Uhu-Weibchens wechseln kaum merklich
zwischen unverhohlener Aggression und konzentrierter Beobachtung.

Ein Junge aus Afghanistan/Kabul malt ein feuerrotes Haus ohne Fenster und mit verschlossener Tür.

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Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE! 
 

12 Oktober 2016

SINN & UNSINN - alles von Bedeutung

Am Wochenende habe ich an einem wunderbaren social-media-Seminar bei #katarinaHH teilgenommen und viel über Facebook, Twitter, Instagramm und Google+ gelernt.
Zum Beispiel, dass es, wenn ich erfolgreich im social-media-Bereich tätig sein möchte, auf meine innere Haltung ankommt. Dass ich ganz klar zwischen meinen privaten Belangen (also, dass, was ich für mich behalten möchte), meinen persönlichen Interessen (also dem, was ich anderen mitteilen möchte) und meinem öffentliches Leben (also meine beruflichen Ambitionen) unterscheiden muss. Dass ich mit meinen Beiträgen möglichst authentisch sein sollte und dass das Teilen und Kommentieren anderer Beiträge genauso wichtig ist wie meine eigenen Aktivitäten. 

Wie im richtigen Leben also. 
>>> ... <<< 

Das Dumme ist nur, dass nicht ich oder die anderen Teilnehmer in den sozialen Netzwerken entscheiden, was wichtig und wertvoll genug erscheint, um von vielen gelesen zu werden. Das entscheidet allein ein Algorithmus. Facebook hat ihn, Google hat ihn und Amazon mit Sicherheit auch. 
Dieser Algorithmus ist ein wohlbehütetes Geschäftsgeheimnis und wird permanent  überarbeitet, denn er soll in kürzester Zeit darüber entscheiden, was von Relevanz, sprich von Bedeutung ist - und was nicht. Er entscheidet, welche Beiträge an viele andere Teilnehmer verteilt werden und welche hintenüber fallen. Jede Dienstagnacht werden beispielsweise auf Facebook kleine, beinahe unmerkliche Veränderungen im Programmcode eingepflegt, um bedeutende Beiträge besser herauszukristallisieren  damit sie möglichst oft weitergeleitet werden.. 
Aber wer entscheidet nun, was auf Facebook und Co von Bedeutung ist? Das sind die vielen Verkaufsplattformen, die dort werben dürfen. Je besser es gelingt, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort den richtigen „User“ mit einer passenden Werbung zusammenzubringen, desto effizienter arbeitet der Algorithmus - und desto mehr wird verkauft.
 
So einfach ist das. Auch wie im richtigen Leben.
>>> ... <<< 

Viele Menschen suchten letztes Jahr in Hamburg Schutz.
Hamburg hat daraufhin große Containerdörfer errichten lassen und entsprechend
viele Container auf Jahre hin angemietet.
Aufgrund eines Bürgervertrages mit den Flüchtlingsinitiativen dürfen heute
aber keine großen Unterkünfte mehr gebaut oder bezogen werden.
Daher stehen viele dieser angemieteten und bereits aufgestellten Container einfach leer.
(und kosten natürlich Monat für Monat richtig viel Unterhalt und Miete)
 
Diese vielen leeren Container könnten doch ein lebendiger Ort für
verschiedenste Begegnungen mit den neu Angekommenen werden:
 zum Geschichten erzählen und zum gegenseitigen Kennenlernen.  

Leerstehende Container
 als spannende Begegnungsstätten und
offene Spiel-Räume für (interkulturelle) Kunst natürlich auch.

Das wär doch was.
 
"Tafel der Begegnung" vor einer Flüchtlingsunterkunft 
 
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Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE! 
 

02 September 2016

5000 JAHRE >>> vom I GING zum DATA MINING

Wer weiß denn so was?

Gottfried Wilhelm Leibnitz hat in diesem Jahr seinen 300-jährigen Todestag. Er war ein deutscher Mathematiker und Philosoph. Im 16. Jahrhundert war es noch üblich, dass Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften miteinander in Verbindung standen und gemeinsam betrachtet wurden.
Leibnitz war fasziniert von dem I GING. Das I GING ist ein mittlerweile 5000 Jahre altes chinesisches Orakel, das aus einer Sammlung von Strichzeichnungen besteht – genauer 64 Hexagramme. Diesen Hexagrammen wurden poetische Sprüche mit unterschiedlichen Bedeutungen zugeordnet. Man kann (auch heute noch) dem I GING Fragen stellen und mit zufälligen Münzwürfen eines der 64 Hexagramme auswählen. Mit einem „Weisheitsbuch“ oder dem „Buch der Wandlungen“ wird das erwählte Hexagramm dann orakelhaft interpretiert und für die jeweilige Lebenssituation gedeutet. (Das „Weisheitsbuch“ oder das „Buch der Wandlungen“ kann natürlich bei Amazon gekauft werden.) Sowohl die Strichzeichnungen als auch die dazugehörigen Sprüche sind von einer außerordentlichen Schönheit.

 
Leibniz war so begeistert von dem I GING-Orakel, dass er sich einen wissenschaftlichen Austausch mit China wünschte. Er regte sogar an, dass China Missionare in den Westen schicken sollte, um die richtige Anwendung und Praxis des Verhaltens der Menschen untereinander zu lehren. Leider antwortete der Kaiser von China auf seine Briefe nicht und die Verschmelzung von Mathematik und I Ging blieb vorerst eine Aufgabe für die Zukunft. 
Vom I GING inspiriert, entwickelte Leibnitz eine „philosophische Arithmetik" aus Nullen (dem Nichts) und Einsen (Gottes Wort). Er schrieb: „Alles kann mit dieser Methode gelöst werden.“ Deshalb kündigte er an, „dass man mit diesem dualen Zahlensystem auch eine Rechenmaschine bauen könnte“, die alle Antworten auf jede Frage zweifelsfrei berechnen könne.

Tatsächlich entwickelte er mit dem binären Zahlencode 1/0 die erste Rechenmaschine, und legte damit den Grundstein für unsere heutige rechnergestützte Informationstechnologie. Auch der visualisierte binäre Zahlencode birgt in sich eine beinahe meditative Schönheit.
 

Heute, 300 Jahre später, ist fast jeder westliche Haushalt digitalisiert. Um die enormen Datenbestände zu erfassen, wird das DATA-MINING eingesetzt. Amazon, Google und Co bedienen sich des DATE MININGs, um neue Trends zu erkennen und Verhaltensweisen  zu erforschen. DATA-MINING untersucht unsere Daten nach Regelmäßigkeiten, Gesetzmäßigkeiten und verborgene Zusammenhänge - und erzeugt daraus Grafiken, die ebenfalls absolut ästhetisch sind.
 

DATA MINING hat also seinen Ursprung im
5000 Jahre alten I GING
und sie haben zwei Dinge gemeinsam:
sie sehen sehr schön aus und 
sie wollen gute Ratschläge erteilen.
(>>> nur anders <<<)

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Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!

Eine junge Frau aus Syrien zeichnet
Eindrücke ihrer Flucht
 



06 Juli 2016

GEHEIMBOTSCHAFTEN - Kryptologie im Alltag


 
Warum nicht „einfach mal“ geheime Botschaften verteilen,
ohne etwas verkaufen zu wollen und ohne Hintergedanken?
Wer macht denn so etwas?
 
  
Es geht ganz einfach.



 
Alles eintüten - einen Parkplatz suchen - hinter die Scheibenwischer klemmen - fertig.
 
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Es gibt gerade eine Ausstellung im >>> Skulpturenmuseum in Marl <<< mit einem wunderschönen Ausstellungstext:
Sich immer wieder neuen Begegnungen und unerwarteten Situationen in der Gegenwart auszusetzen und daraus Anregungen abzuleiten setzt, als künstlerische Haltung verstanden, gestalterische Kräfte frei, die wiederum als Appell oder als Möglichkeit vom Kunstwerk in die Gesellschaft zurückwirken. Vom individuellen Empfinden ins gesellschaftlich-politische gedreht kann Leichtigkeit dabei als eine Haltung gelesen werden, aus der heraus eine positive Bewegung, ein Aufbruch möglich ist. Kunst hat dabei den Vorteil, nicht umsetzen zu müssen, sondern Kunst weitet den Blick.
Der Text spricht mir aus dem Herzen, denn das ist genau das, was ich momentan auch mache:  zu sehen und lesen im  blog >>> HEUTE MAL ***ANDERS <<<.Wie schön, dass das jetzt auch Kunst ist.
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die gerade in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!


SCHRIFTZEICHEN
Junge, ca. 10 Jahre, am ersten Tag seiner Ankunft
in einer alten Schule, die als Notunterkunft dient / Hamburg