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13 März 2019

VERBLÜHEN & VERWELKEN

KünstlerInnen sind immer ein Stück weit Forscher, wenn auch mit höchst eigenartigen Methoden: Feldforscher, Naturforscher, Gefühlsforscher, Chaosforscher, Erinnerungsforscher. Traumforscher, Wortforscher. Ich erforsche zurzeit das „Wesen der Glut“. Dabei bin ich auf eine Forschungsreihe gestoßen, die ich vor 12 Jahren begonnen habe, die aber nie – obwohl sehr akribisch gemacht – einen Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. Manchmal müssen Ideen reifen wie ein guter Wein.
 
Victor Hugo sagt: Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
 
Und wenn die Zeit gekommen ist, dann muss man sie am Schopfe packen. Das mache ich jetzt und heute und gebe der 12 Jahre zurückliegenden Hibiskus-Forschung einen Raum, betrachte sie als ein Geschenk an mich selbst und stelle ihr das Gedicht „Du musst das Leben nicht verstehen“ zur Seite.

VERBLÜHEN

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Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.
 
Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.
Rainer Maria Rilke, 8.1.1898, Berlin-Wilmersdorf
 
VERWELKEN

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Und so kann das Ganze als Rauminstallation aussehen:



13 Juli 2018

GLÜCKSGEFÜHLE

„Das Leben ist zu kurz für später“, über dieses Gedankenexperiment bin ich gestolpert. Vielleicht durch meine Arbeit im Hospiz, die mir immer wieder deutlich zeigt, wie endlich das Leben ist – und wie kostbar. „Das Leben ist zu kurz für später“, so heißt das Buch, indem Alexandra Reinwarth ihre Erlebnisse und Erkenntnisse eines Selbstversuches beschreibt. Ich habe das Buch gar nicht gelesen, weiß nur so viel, dass Sie ihren fiktiven Todeszeitpunkt ein Jahr im Voraus festgelegt hat – um ein Jahr so zu leben, als wenn es das letzte wäre.

Einen eigenen fiktiven Todeszeitpunkt festzulegen, um ein Gespür für die Endlichkeit zu bekommen – dazu gehört Mut, macht Gänsehaut, geht unter die Haut.
 
Wenn ich am 13.07.2019 sterben würde, dann würde ich heute mit einem Kunstprojekt beginnen  >>>  (film up)
 
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>>> und die Matthäuspassion von J.S.Bach mit einer Koran-Rezitationen der 10. Sure verweben.
 

13 April 2017

De ira >>> ZORNIGE ZEITEN

Die WUT ist überall. Sie ist greifbar und spürbar in der Politik, in den Religionen, unter Kollegen, unter Nachbarn, in der Familie, zwischen ehemals Liebende, zwischen Eltern und Geschwister, in Fußballteams, unter Chefs und Angestellten. 
Nachrichten ohne WUT und Aggressionen sind langweilig und erst Katastrophen sorgen für hohe Einschaltquoten. Unsere Fernsehlandschaft ist reinste WUT-Kultur. In zahllosen Krimis wird in einer Tour gemordet, getötet, gemetzelt und gestorben, was das Zeug hält. Allerorten liegen Leichen, fließt Blut. Gefolterte, geschändete Frauen, aufgehängte, durchbohrte Leiber, explodierende Autos, gezückte Pistolen, tropfendes, sickerndes, fließendes Blut. 
Hasskommentare und shitstorms in sozialen Netzwerken sind zum Alltag geworden. Mit Rufmord-Kampagnen, übler Nachrede und Mobbing-Attacken werden Männer, Frauen und Kinder an den Rand des Wahnsinns getrieben.
 
 
Man könnte meinen, zurzeit wird über alle verfügbaren Mittel WUT geschürt.
WUT auf das Andere, WUT auf das Fremde, WUT auf sich selbst.
Wozu brauchen wir diese allgegenwärtige WUT?
Ist es uns womöglich zu langweilig geworden, weil alles im Leben so geordnet, abgesichert und festgelegt ist?
Oder ist es die versteckte Sehnsucht nach großen Gefühlen? 
 
ROTSEHEN
Video.js | HTML5 Video Player VOM UMGANG MIT DER WUT
 
 
"De ira – Über die WUT"
ist eine schriftliche Abhandlung von L. Annaeus Seneca,
ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker und
einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit.
Er wurde ca. im Jahre 4 v.Chr. geboren und hatte augenscheinlich 
schon damals viel mit dem Phänomen der WUT zutun.

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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Kinder und Erwachsene aus Syrien, Afghanistan und dem Kosovo
malen gemeinsam von „stürmischen Zeiten“.

25 März 2017

LICHTBLICKE und andere magische Momente

Auf meiner Pilgerwanderung in Spanien vor drei Jahren habe ich mich mit Sirpa aus Finnland angefreundet. Wie durch Zauberhand sind wir uns in den kuriosesten Situationen über den Weg gelaufen – zuletzt zur Abschlusszeremonie in der Kathedrale von Santiago de Compostela. Zwischen hunderten von Pilgern haben wir uns am Ende unseres Weges rein zufällig getroffen und standen gemeinsam zu Tränen gerührt und tief bewegt, um den Gesängen des Chores zu lauschen. Als wir uns voneinander verabschiedeten, wussten wir nicht, ob wir uns wiedersehen werden.
 
Vor einer Woche ist Sirpa aus Finnland zu ihrem Big Camino aufgebrochen. Von ihrem eigenem Zuhause in einer kleinen Stadt bei Helsinki zuerst 25 km bis zum Hafen, um dann mit der Fähre nach Travemünde überzusetzen. Dort angekommen, machte sie am frühen Montagmorgen den ersten Schritt auf ihrer sechs Monate langen und 3500 km weiten Pilgerwanderung quer durch ganz Deutschland, Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela. Mitten im Regen.
Gestern ist sie auf ihrem Weg in Hamburg angekommen und natürlich hat sie bei uns eine Herberge gefunden. Wir haben wundersame gemeinsame Stunden verbracht, um uns am heutigen Tag wieder unter Tränen voneinander zu verabschieden.

Das war ein magischer Augenblick. Einmalig und unwiederbringlich. Pilgerschwestern.
 
Magische Augenblicke gibt es auch in der Kunst. Sie kommen wie aus einer anderen Welt, beinahe ohne eigenes zu tun. Plötzlich passt etwas zusammen, ganz leicht, ohne es zu suchen oder zu wollen. Die Aufnahmen aus diese Bilderserie habe ich vor über zehn Jahren gemacht. Solange haben sie warten müssen, um wie durch Zauberhand in einem Gesangbuch ihren Platz zu finden.
 


















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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!

Während der Aktionen verwandeln sich die Tafeln in lebendige,
sich ständig verändernde Leinwände.

15 März 2017

DIE APFEL GALERIE >>> weltweit

Apple hat mit dem iPhone 6 ein Mobiltelefon entwickelt, das sehr gut fotografieren kann. Mit einer bereits prämierten Werbekampagne stellt Apple eben diese Kamerafunktion in den Mittelpunkt: Der Konzern sucht in sozialen Netzwerken gezielt nach Fotografien, die mit dem iPhone 6 aufgenommen worden sind. Die vermeintlich besten Aufnahmen werden in einer iPhone-6-World-Gallery zusammengestellt und auf großen Leinwänden in über 85 Städten weltweit präsentiert.

Die Motive sind atmosphärisch dicht und fokussieren ausdrucksstark den Menschen – unterschrieben sind sie mit dem Satz: Fotografiert mit dem iPhone 6.
Auch hier in Hamburg ist diese Fotografiert mit dem iPhone 6 - Außenwerbungen zu sehen, und immer, wenn ich eine davon entdecke, würde ich sie gerne mit anderen Motiven bestücken. Mit Bildern von Menschen, die hier leben, aber kaum in das Blickfeld gelangen.
 
Das würde dann beispielsweise so aussehen:
Fotografiert mit dem iPhone 6


 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE! 
Kinder aus Syrien, Afghanistan und dem Kosovo malen gemeinsam
zerstörerische Panzer und ihre Sehnsucht nach einem Zuhause.

09 März 2017

Sinfonie des Zufalls

Wenn etwas wissenschaftlich bewiesen ist, dann kann man sich darauf verlassen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden experimentelle geprüft und bewiesen. Damit ein Experiment seine Aufgabe erfüllt, muss es messbare Ergebnisse liefern, nachvollziehbar, wiederholbar und objektiv sein. Es muss stets zum selben Ergebnis führen, unabhängig von Ort, Zeit und Personen. 
Wissenschaft bedient also unsere tief sitzende Sehnsucht, alles selbstbestimmt und jederzeit wiederholen zu können - und verdrängt gleichzeitig die ebenso tief sitzende Angst vor dem Unerklärlichen, dem Unfassbaren und vor der der Einmaligkeit der Dinge.
 
„Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall“, sagt Albert Einstein. Demnach ist jeder Tag neben den ganzen (vermeintlich) berechenbaren Geschehnissen auch ein faszinierendes Spiel mit den Mächten des (unwiederbringlichen) Zufalls. Die Kunst besteht darin, den Wert dieser Einmaligkeiten auch zu erkennen.
  
Sinfonie des Zufalls >>> Zufallsprodukte


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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
  
 
Ein Junge aus dem Kosovo malt eine zornige Sonne
mit schwarzen Strahlen, erdrückt von einem feuerspeienden Regenbogen.

01 März 2017

Heute mal ***NICHTSTUN

Inspiration ist ein Zauberwort. Schon als die Menschheit am Anfang stand, ließ sie sich von der Natur und ihren Mitmenschen inspirieren. So entstanden unzählige Werkzeuge, erstaunliche Kunstwerke, überlieferte Geschichten und das Feuer.

Inspiration ist etwas Schönes, hat aber einen ausgesprochenen Nachteil. Meisten erwischt sie uns beim absoluten NICHTSTUN. Beim einfach-nur-da-sitzen und Löcher-in-die-Luft-starren. Dann kommt möglicherweise irgendwann und komplett unerwartet dieser eine Gedanke, dieses eine Bild oder was auch immer, das uns entführt und uns auf eine Reise schickt, deren Ziel wir noch nicht kennen.
Dabei hat das Nichtstun alias Langeweile einen ziemlich schlechten Ruf. In der Regel wird über Stress geklagt - Arbeitsstress, Freizeitstress, Familienstress. Aber insgeheim ist manch einer stolz auf seinen Stress. Stress adelt, ist Ausweis von Leistung, die an die Grenze geht. Wer Stress hat, ist wichtig. Gelangweilte wissen nichts mit sich anzufangen, "nutzen ihr Potenzial nicht", verschwenden ihre Zeit und ihr Leben.

Das ist eine weit verbreitete Haltung - aber dass diese ständige Betriebsamkeit, Erreichbarkeit und Zielstrebigkeit gute Ideen eher vernichtet als sie voranbringt, ist kein großes Geheimnis. In London gibt es seit 2010 tatsächlich eine jährlich stattfindende Boring-Conference. Gesucht werden auf dieser Konferenz der Langenweile Menschen, die Vorträge zu den langweiligsten Themen der Welt halten. So wird über die "Seriennummern von U-Bahn-Waggons", die "Frühstücksauswahl amerikanischer Kettenrestaurants" und über "Londoner Ladenfassaden" referiert. Wenn man Teilnehmer der Veranstaltungen am Ende danach fragte, wie sie die Konferenz der Langenweile fanden, bekam man die erstaunliche Antwort. „Es war sehr interessant!"

 
Auf den Jakobswegen in Spanien gibt es vielerorts kleine und große Steinhaufen, auf denen Pilger ihre Botschaften hinterlassen haben - Wünsche, Träume, Erinnerungen. Für mich war es ungeheuer inspirierend,
in diesen Hinterlassenschaften nach den Geschichten zu suchen, die sie mir erzählen könnten.

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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
>>> gemeinsam sein <<<
 

02 Februar 2017

HEUTE MAL *** die Blumen tanzen lassen

Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang.
Albert Camus
 

Das Buch der verschollenen Geschichten nannte JRR Tolkien ein kleines Notizbuch, in dem er fantastischen Geschichten aufschrieb. Aus diesem kleinen Notizbuch sollten 20 Jahre später Der kleine Hobbit und 32 Jahre später Der Herr der Ringe hervorgehen. Seine Fantasy-Romane, in denen er vollkommen neue Welten entstehen lässt, setzten Meilensteine und prägen bis heute das Genre der Phantastik. Das Imperium von StarWars, die Zauberwelten des Harry Potter, die Chroniken von Narnia, Fernsehserien wie Game of Thrones und Computerspiele wie World of Warcraft werden von vielen Millionen Fans geliebt, bis ins kleinste Details erforscht und nachgelebt.
Für Tolkien waren Märchen, Mythen, fantastische Erzählungen aber auch die Geschichten aus der Bibel das Lebensthema. Er sah es als seine Aufgabe an, aus der Fantasie heraus komplexe „Sekundärwelten“ zu erschaffen, bevölkert mit Hobbits, Balrogs und Elben. Fantasie war für ihn ein zutiefst menschliches Bedürfnis, das gestillt werden musste. Seine entscheidenden Qualitätskriterien an einen guten Fantasy-Roman waren eine eigenständige, für sich selbst stehende neue Welt und ein erklärtes happy ending, also einen guten Ausgang aus der Geschichte. Er prägte den aus dem Griechischen stammende Begriff  Eukatastrophe, das mit „Wendung zum Guten“ übersetzt werden kann - im Gegensatz zur Katastrophe als „Wendung zum Niedergang“.

In seinem berühmten Vortrag „On Fairy-Stories“ über die menschliche Fähigkeit, Märchen, Legenden und fantastische Geschichten zu erfinden, sagte er: „…Geschichte und Fantasie gehen immer weiter und sollen weiter gehen. … Das Geschenk, das ihm (dem Menschen) überreicht wurde, ist so groß, dass er wohl annehmen darf, durch Fantasie wirklich beitragen zu können zum Schmuck und zur vielfachen Bereicherung der Schöpfung“
 
Gemessen an Tolkiens Qualitätskriterien sind unsere heutigen Nachrichten zum aktuellen Tagesgeschehen überwiegend katastrophenorientiert - auch die der "alternativen Fakten" - und damit ausgesprochen fantasielos.
 
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HEUTE MAL*** die Blumen tanzen lassen
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Mädchen aus dem Irak malt eine "blaue Blume".
In der Romantik ist so eine blaue Blume ein zentrales Symbol.
Sie steht für Sehnsucht und Liebe

 

26 Januar 2017

Adlerschwingen und Flüstertöne

Von der Macht des Geistes und der Kraft der Gedanken sind viele Menschen überzeugt. Es gibt weltweit große geistige und spirituelle Führer, die Glück, Erfolg, Gelassenheit, innere Zufriedenheit und Sinn versprechen. Im Stil des „Time“-Magazins, das jedes Jahr eine Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten zusammenstellt, und des “Forbes”-Magazins, das die Mächtigen der Welt in Rangfolge auflistet, veröffentlicht das englische Magazin “Mind Body Spirit” jährlich eine alternative Liste der 100 spirituell einflussreichsten lebenden Personen. Sie reicht vom Dalai Lama über den Papst bis hin zu Paulo Coelho und Marianne Williamson. Allen gemeinsam ist, dass sie Veranstaltungen in riesige Hallen füllen – gerade und komischerweise in Amerika - sie werden zum gefeierten spirituellen Event und spiegeln die Sehnsucht tausender Menschen, ihr geistiges Chaos zu entwirren.
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Die junge Frau, die ich beim Sterben begleite, wird Angesicht ihres Todes immer hellhöriger für Botschaften aus einer vermeintlich anderen Welt. Sie träumt intensiver und lässt Erinnerungen zu, die sie lange verdrängt hat. Erinnerungen an Gestalten, die sie als Kind gesehen hat, an Träume, die ihr wichtig sind, an Worte, die ihr zugeflüstert worden sind. Ich schreibe dieser Frau nach unseren Treffen immer „Neue Anfänge“ und schicke sie ihr zu. Das ist ein gewachsenes Ritual und die zugeschickten „Neuen Anfänge“ geben ihr die Möglichkeit, die Dinge um sie herum zu ordnen und weiter oder anders darüber nachzudenken.
 
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Auszug aus „Neuer Anfang Nr. 20:

…  Eigentlich begleiten sie mich schon ein Leben lang. Merkwürdig, dass mir das erst jetzt so richtig bewusst wird. Lange Zeit habe ich es einfach ausgeblendet und Strategien entworfen, um nichts zu bemerken. Aber wenn ich genau hinsehe, dann waren sie eigentlich immer um mich herum, haben mich nie alleine gelassen: Stimmen, Gestalten, Schatten.
 
Als Kind sah ich sie in meinem Elternhaus, aber auch draußen, auf Spielplätzen, Straßen und Wäldern. Meine Umgebung war geradezu bevölkert von Gestalten, die immer vom Boden bis zur Decke reichten. Drinnen waren sie schon groß, draußen wuchsen sie ins Unermessliche. Riesenhafte Gestalten mit großen Köpfen und langen Gliedmaßen, die mich ein bisschen an die alten Wäscheklammern meiner Mutter erinnerten. Mit geschlossenen Augen und Mündern standen sie einfach da, beobachtend. Sie waren mir vertraut. Ihre Anwesenheit beruhigte mich nicht nur, sie gehörten einfach dazu, sie waren normal. Sie waren anders als alles, was ich bisher gesehen habe, aber sie waren wunderschön. Sie begleiteten mein Leben. ...
 
 
 
 
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein kleiner Junge malt das Blaue vom Himmel herunter.


20 Januar 2017

Heute mal >>> ein 356-Tage Projekt

Handarbeit statt Klettern
Unsere Vorfahren lebten auf Bäumen und liebten das Klettern Als das Leben in den Bäumen allmählich aus der Mode kam, wurde ihre Kletterhand langsam umgebaut, sodass sie das geschickte Hantieren mit Gegenständen und Werkzeugen üben konnten Und genau das machte den Weg frei für die Handarbeit, die noch heute für den Menschen so wichtig ist.

Die Macht der Hand
Handarbeit befriedigt unser das Bedürfnis nach Individualität und Kreativität. Jede Handarbeit besteht aus einer Vielzahl kleiner Schritte, aus denen mit der Zeit das fertige Ergebnis wächst. Aber die Hand ist nicht perfekt und so weiß man nie 100%ig, was letztendlich dabei herauskommt. Das macht ein Großteil der Faszination aus. Die Arbeit mit der Hand ist unvorhersehbar, unperfekt und einzigartig – back to he roots.

Ein kleines Tagwerk verändert die Welt
Konfuzius sagt: "Auch die weiteste Reise beginnt mit dem ersten Schritt." und alle großen Dinge beginnen im Kleinen. Das weiß auch das Internet. Es ist voll von 356-Tage –Projekten. Da wird gebastelt, gemalt, geschrieben und >>> täglich darüber gepostet. Was man dabei macht und dokumentiert, ist vollkommen egal. Alles ist möglich. Hauptsache, man bleibt dran. Man tut jeden Tag etwas, hat aber keine allzu große Aufgabe vor sich. Und wie durch ein Wunder können die vielen kleinen handgemachten Tagwerke etwas ganz unerwartet Neues in Gang bringen.
 
panta rhei – alles fließt – flow
 
Und hier gibt es zwei Beispiele von fertigen, wunderbar einfachen 356-Tage-Projekte:
link >>> 356 Gesichter
 
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Mädchen aus Syrien, im Malen von Blumen, Bergen und Flüssen
(vielleicht aus ihrer Heimat) komplett vertieft.
 

02 November 2016

Die NACKTEN und die TOTEN

Die junge Frau, die ich zurzeit im Hospiz begleite, erzählte mit gestern, dass sie gerne ihren Seelenfrieden finden möchte. Sie glaubt, wenn sie ihren Seelenfrieden gefunden hat, könne sie leichter Abschied nehmen und sterben. Sonst würde ihr Sterben zur Qual werden, weil es etwas gibt, das sie hier festhält.
 
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Gestern war der erste November. In den Tagen um den ersten November herum wird überall auf der Welt der Toten (oder der toten Seelen) gedacht  - manchmal grau und ernst so wie hier bei uns, manchmal aber auch grellbunt, ausgelassen und fröhlich. Diese Tage haben so wundersame Namen wie Allerheiligen, Allerseelen oder  auch Tag der Toten. 
In Mexiko wird genau heute und gerade jetzt eben dieser Tag der Toten, der Día de Muertos gefeiert. Es ist eines der wichtigsten Feiertage dort überhaupt und von der UNESCO zum >>> Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt. Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Der Tag der Toten ist alles andere als trüb und schwermütig. Ganz im Gegenteil, jedes Jahr werden mexikanische Friedhöfe und Hausaltare (ofrendas) mit Geschenken, Essen und Getränken (natürlich Tequila) dekoriert, um die Seelen der Verstorben zurück zur Erde zu locken. Die Seelen finden bei ihrem Besuch auf der Erde also all die Sachen wieder, die ihnen zu Lebzeiten so gut gefallen haben. Auf den Straßen herrscht buntes Treiben. Wohnungen werden prachtvoll mit Blumen, Kerzen und bunten Todessymbolen aller Art dekoriert. Es gibt sogar Totenkopfkekse mit Marzipan und schokoladenüberzogene Zuckerguss-Skelette zum Aufessen. Die lokalen Friedhöfe dienen dabei als Haupt-Austragungsort. Auf den geschmückten Gräbern wird zusammen gegessen, getrunken, musiziert, gesungen und gelacht. .

Alle Dinge sind beseelt.

Thales von Milet
(um 625 - 545 v. Chr.),
griechischer Philosoph und Mathematiker
>>> einer der Sieben Weisen <<<
 
 
 
Genau heute und gerade jetzt startet auch der US-Fotograf Spencer Tunick ein neues Kunstprojekt. Er versammelt zum Tag der Toten und anlässlich des >>> Calaca Festivals in San Miguel 300 nackte Menschen um sich, bekleidet sie mit hauchdünnen, transparenten Stoffen und lässt sie in den trockenen Graslandschaften von Mexiko umhergehen. 


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Es gibt andere Friedhöfe, an denen nicht nur heute, sondern über das ganze Jahr hinweg gespielt, flaniert und ausgeruht wird. Das sind die Friedhöfe im afghanischen Kabul. An den Wochenenden besuchen dort ganze Familien den Kart-e-Sakhi Friedhof. Der Friedhof liegt im Westen Kabuls und gehört zu den größten der Stadt. Er ist eine Oase des Friedens und der Ruhe. Ein Ort, an dem auch Frauen draußen an der frischen Luft sein können, ohne Angst haben zu müssen. Eine Oase des Friedens in einem zutiefst uneinigem Land – ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen kann
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
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Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!

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Die Nackten und die Toten ist der 1948 erschienen Debütroman von Norman Tailer. Er schrieb selber dazu: "Der Riesenerfolg des Buches ,Die Nackten und die Toten' warf mich beträchtlich aus der Bahn, und ich verbrachte die darauffolgenden Jahre damit, das Leben zu verschlingen wie ein siegreicher Mann - obwohl ich noch gar kein Mann war und auch gar kein Talent, das Leben zu genießen. Ich war prominent, und ich war leer. Ich mußte das Leben wieder von vorn anfangen."

06 September 2016

LEBENSTRÄUME & HÜHNERPULLIS

Warum sich Lebensträume nicht gleich erfüllen statt bis zum nächsten Leben damit zu warten? Ich habe am Wochenende damit begonnen und mache endlich eine Ausbildung zur FALKNERIN. An vier aufeinanderfolgenden und bis zum Rand gefüllte Wochenenden lerne ich alles über Greifvögel – von der Aufzucht bis zur Beizjagd – in Theorie und Praxis und natürlich mit Prüfung. Es ist unglaublich spannend.
 
Auf dem Heimweg habe ich einen Bericht im Radio gehört, der zwar gar nichts mit Greifvögeln zu tun hat, aber auch mit Vögeln. Es ging um Hühner und dem Verein „Rettet das Huhn e.V. ".
Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgediente Legehennen aus Massentierhaltungen zu übernehmen und an solche Menschen weiter zu vermitteln, die ihnen ein artgerechtes, erfülltes Hühnerleben schenken möchten. Dafür holen sie die etwas 1,5 Jahre jungen Legehennen aus großen Legebatterien ab und vermitteln sie an "HühnerliebhaberInnen" weiter. Im Betrieb würden sie einfach „entsorgt“ werden, weil sie ab einem gewissen Alter nicht mehr genug Leistung bringen. Die ehemaligen Hochleistungslegehennen haben oftmals kaum noch Federn und sind komplett abgemagert, weil sie weder ihre natürliche Hackordnung ausleben konnten, noch die Sonne gesehen haben. Zum Schutz vor Kälte und Verletzungen brauchen sie, bis ihr Federkleid wieder nachgewachsen ist. selbstgemachte „Hühnerpullis“. Der Verein hat mittlerweile über 38.000 Legehühner gerettet – also brauchen sie entsprechend viele solcher „Hühnerpullis“ und bitten um Mithilfe. Denn Hühnerpullis kann man nur selber machen, die können nirgends gekauft werden. Auch nicht auf Amazon.

Auf Youtube gibt es eine genaue Nähanleitung, wie und woraus diese Hühnerpullis gemacht werden können:
link >>>  youtube_Nähanleitung_HÜHNERPULLI
Auf ihrer www-Seite kann eine Anleitung als pdf- Datei heruntergeladen werden:
link >>> Nähanleitung_HÜHNERPULLI_pdf
Und hier gibt es aktuelle Informationen zu "Rettet das Huhn e.V.:
link >>> RETTET DAS HUHN



Der Verein freut sich über jeden selbstgemachten HÜHNERPULLI,
der ihnen zugeschickt wird. Wer hat Lust?
Viel Spaß!

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Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Mädchen aus dem Iran, ca. 12 Jahre alt, malt am selben Tag,
an dem sie mit 450 weiteren Menschen hier in Hamburg angekommen ist,
hochkonzentriert ihren "Traum von Heimat".

 

30 August 2016

HEUTE MAL ***ANDERS/ Teil II

HEUTE MAL >>> auf dem Stuhl stehen
 
Coaching ist ein Zauberwort, das Internet ist voll davon. Da werden unterschiedlichste Coaching-Methoden angeboten, die alle das Gleiche versprechen. Glück! Glück in der Liebe, im Beruf, in der Familie, unter Freunden. Das Wort „Coaching“ kommt aus dem Englischen und bedeutet ursprünglich „Kutsche“. Coaching ist also, wenn man so will, eine „Kutsche ins Glück“.
Coaching-Methoden sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie brauchen. Eine richtig witzige Methode ist das „auf den Stuhl stehen“. Sie soll dabei helfen, eine neue Sicht der Dinge zu bekommen,  um daraus heraus eigene Lebensmuster besser erkennen zu können. Die Übung geht ganz einfach:
  1. Stelle dich auf einen erhöhten Gegenstand, also einen Stuhl, einen Hocker oder einen Tisch
  2. Bleibe 5 Minuten darauf stehen (3 Minuten sind auch schon ziemlich lang )
  3. Konzentriere dich auf deine neue Perspektive
  4. Wiederhohle diese Übung täglich
Coaching-Methoden und Konzept-Kunst können tatsächlich einiges gemeinsam haben. Denn das „auf den Stuhl stehen“ ist auch eine weltweite Kunstaktion, bei der Menschen dazu animiert werden sollen, sich neben Edward Snowden, Julien Assange and Chelsea Manning auf einen Stuhl zu stellen. Dabei handelt es sich um eine lebensgroße Bronze-Plastik, auf der die drei Whistleblower bereits oben stehen. Der vierte Stuhl ist leer und bildet das Sprachrohr für jeden, der Teil des Kunstwerkes werden möchte. „Stell‘ dich auf den Stuhl, mach’ ein Foto und zeig es der Welt – das ist deine Statue!“ so die Aufforderung. Die Kunstaktion heißt „Anything to say?“ und ist u. a. in Dresden, Berlin, Belgrad, Straßburg, Paris und Slowenien durchgeführt worden.
 
 siehe link >>> ANYTHING TO SAY?
 
HEUTE MAL >>> auf den Stuhl stehen
ist also ein Kunst-Coaching (übersetzt: Kunst-Kutsche) und geht so:
  1. Nimm dir einen Stuhl oder Hocker
  2. Gehe damit nach draußen auf die Straße (>>> zur Not geht es auch im Wohnzimmer<<<)
  3. Stelle ihn auf einen Platz deiner Wahl
  4. Stehe 3 oder 5 Minuten lang auf dem Stuhl und staune über das, was passiert
  5. Wenn du ganz mutig bis, nimmst du noch einen zweiten Hocker mit und fragst eine/n FreundIN, NachbarIN oder PassantIN, ob sie/er Lust hat, mitzumachen
  6. Mache davon ein Selfie/ Foto und zeige es der Welt (oder mir)
  7. VIEL GLÜCK
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
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Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Ein Junge aus Syrien, ca. 8 Jahre alt, sammelt Farben wie ein Schatz.

 

25 August 2016

INSTITUT >>> der letzten Wünsche

In Hamburg gibt es eine Stiftung mit dem Slogan EIN LETZTER WUNSCH „Leben erleben“. Diese Stiftung hat sich das Ziel gesetzt, sterbenden Menschen die letzten Wünsche zu erfüllen. Finanziert von Spendengeldern und mit viel ehrenamtliches Engagement aufgebaut werden Reisen nach Schottland, eine Ballonfahrt, Schwimmen mit Delphinen, noch einmal auf den Nürburgring und vieles mehr ermöglicht.
siehe link >>> EIN LETZTER WUNSCH

In Berlin, Kiel und anderen Standorten gibt es „Wünschewagen“ mit dem Slogan „Letzte Wünsche wagen“ und mit dem gleichen Ziel: noch einmal an der Familienfeier in der Ferne teilnehmen, einen Sonnenuntergang am Meer bewundern oder das Konzert der Lieblingsband besuchen.
siehe link >>> WÜNSCHEWAGEN

Die letzten Wünsche von sterbenden Menschen haben eine besondere Magie, beinahe etwas Heiliges. Letzte Wünsche sind etwas, woran man ungern vorbei schaut, was unbedingt erfüllt werden möchte. Man geht mit den letzten Wünschen von Sterbenden anders um als mit „gewöhnlichen“ Wünschen, misst ihnen mehr Bedeutung bei. Vielleicht, weil die „Wucht des LETZTEN MALES“ direkt vor der Tür steht. Das LETZTE MAL alleine aufstehen können, das LETZTE MAL sprechen können, das LETZTE MAL sich alleine anziehen können, das LETZTE MAL lesen können, das LETZTE MAL vor der Tür stehen und eine Zigarette rauchen. Man weiß nie, wann das LETZTE MAL ist – man weiß es immer erst hinterher. Wenn es schon gewesen ist.

Am Ende höre ich viel von anderen Wünsche. Wünsche, die nicht mehr mit Geld zu kaufen sind oder von einer Stiftung organisiert werden können – (oder bei Amazon bestellt werden können).

Der Wunsch, dass die Liebe zu der Tochter bis in den Tod reicht.
Der Wunsch, Frieden mit der Lebensgefährtin zu finden.
Der Wunsch, keine Angst mehr zu haben.
Der Wunsch, sich nicht mehr schuldig zu fühlen.
Der Wunsch, die eigenen wichtigen Baustellen im Leben zu finden und noch beheben zu können.
Der Wunsch, bis zuletzt bei vollem Bewusstsein zu sein.
Der Wunsch, sich geborgen und aufgehoben zu fühlen
Der Wunsch, sich geliebt zu fühlen.
Der Wunsch, nicht vergessen zu werden.
 
Welches wären meine LETZTEN WÜNSCHE?
Und warum soll ich mit der Erfüllung dieser Wünsche bis kurz vor meinen Tod warten?
Warum nicht gleich damit beginnen? JETZT - wenn sie doch so wichtig sind. 
 
 
 
 
Jüdischer Friedhof in Prag: 
in den Steinen wurden unzählige Zettel mit geheimen Wünschen hinterlassen.




 
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Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!



 
Kinder und Erwachsene aus den provisorischen Zeltdörfern malen immer wieder
bunte Häuser mit Fenstern und Türen, Sonne und Wolken, Vögel, Gärten und Brücken.