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11 Januar 2017

Der KITSCH_FAKTOR

Überall, wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es KITSCH. Kitsch für Fans, Kitsch für Touristen, Kitsch für Liebhaber. Kitsch ist geschmacklos, minderwertig, grell, trivial, sentimental, übertrieben, unecht, banal, sinnlos, billig und verlogen – ABER – er wird massenhaft hergestellt und lässt sich glänzend verkaufen: Gartenzwerge, röhrende Hirsche, Masken aus aller Welt, Fahnen, Wimpel, Postkarten, schnulzige Heimatfilme, volkstümliche Hitparaden, triefende Trivialliteratur, sentimentale Seifenopern. Etwas als Kitsch zu bezeichnen, ist ein vernichtendes Urteil, das sowohl seinen Verehrer als auch das komplette Umfeld trifft. Dabei weiß keiner so recht, was Kitsch eigentlich ist. 

Was für den einen Kitsch ist, ist für den anderen heilig.
Was für den einen Kitsch ist, ist für den anderen kultiger Trash.
Was für den einen Kitsch ist, ist für den anderen ein Lebensinhalt
Was für den einen Kitsch ist, ist für den anderen eine Freude.
Was für den einen Kitsch ist, ist für den anderen (teure) Kunst.
Was im Abendland Kitsch ist, ist im Morgenland eine Rarität (und umgekehrt).
 
Heilige aus dem Westen und dem Osten

Ballon-Dogs von dem hochdotierten Künstler Jeff Koons

Venezianische Masken

Abfälle einer Souvenir-Manufaktur in Ägypten
 
Kitsch polarisiert.
Während die einen darauf schwören, dreht sich bei Anderen, alleine im Angesicht des Wortes "Kitsch", der Magen um. Brauchen wir möglicherweise den Kitsch, um nicht ständig nach dem tieferen Sinn des eigenen Daseins suchen zu müssen?

 
***
Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Zwei junge Mädchen, beide um die 15 Jahre alt,
eine mit und eine ohne Kopftuch,
skizzieren ihre Sehnsucht nach Liebe.
 

23 November 2016

DIY & ZEN

Back to the roots – zurück zum Handwerk. Viele Menschen entdecken für sich gerade jetzt das Wunder des Handwerkens neu. Do-It-Yourself heißt das Zauberwort, und an vielen Orten wird zusammen gestrickt, genäht, gehäkelt und vieles mehr. Heraus kommen wunderschöne Unikate, die verschenkt, geliebt und bewundert werden können.
Beeindruckende Meister der Handwerkskunst kommen auch aus Japan. Sie beherrschen ihr Handwerk nahezu perfekt und üben es beharrlich und mit unendlicher Geduld aus. So entstehen fantastische Rauminstallationen mit gigantischen Ausmaßen. Vielleicht können solche Künstler nur deshalb aus Japan kommen, weil sie sich dort im ZEN geschult haben.
 
link >>> Chiharu Shiota
link >>> Motoi Yamamoto
 
ZEN in Japan ist weniger eine Glaubensrichtung, sondern vielmehr eine intuitive Lebenseinstellung, die schwer in Worte gefasst werden kann. Annähernd bedeutet ZEN: >>> in der Gegenwart zu leben und diese durch und durch zu erfahren >>> frei von den Ablenkungen und trügerischen Konflikten der materiellen Welt zu sein >>> und sich am grundlegenden Wunder des Lebens selbst zu erfreuen.
Um dieser Geisteshaltung nahezukommen, gibt es handwerkliche Rituale, die mit viel Beharrlichkeit und Hingabe zur Vollkommenheit reifen können: >>> die Kunst des Bogenschießens >>> die Schreibkunst >>> oder die Kunst der Gartengestaltung.
Vollkommenheit hört sich gut an, und so kam die Kunst des ZEN vor ca. 80 Jahren auch bei uns im Westen an. Nur genügten uns die herkömmlichen Ziele aus Japan nicht mehr, sondern wir reicherten sie mit gewinnträchtigeren und lukrativeren Elementen an. So entstanden zahlreiche ZEN-Variationen: von >>> Business-Zen über >>> Therapie-Zen bis zu >>> Wellness-Zen und >>> Street-Zen. Es gibt sogar ein >>> ZEN-DEPOT für ethisch-ökologische Geldanlagen und eine >>> ZEN-Akademie für Führungskräfte, die nachhaltige und kraftvolle Erfolge verspricht.
 
Alle diese ZEN-Angebote haben eines gemeinsam: sie sind unglaublich teuer.
+++
Seit einigen Monaten begleite ich eine junge Frau, die aus Afghanistan geflohen ist.
Sie ist knapp über 20 Jahre alt, hat vor wenigen Wochen eine Tochter bekommen und
bewohnt mit ihrem Mann einen knapp 12 m2 großen Container in einer Flüchtlingsunterkunft.
Sie hat in Kabul ihr Abitur gemacht und dort angefangen zu studieren.
Musste wegen einer Zwangsverheiratung aus dem Land fliehen und
wurde von Mitgliedern der Familie verfolgt, geschlagen und misshandelt. Sie konnte nur
mit Mühe einem Säureangriff entkommen. Trotz der permanenten Bedrohung
hat sie ihr Studium beendet, als Dolmetscherin gearbeitet und konnte schließlich
über viele Stationen hinweg bis nach Deutschland gelangen. Sie hat alle familiären,
kulturellen und persönlichen Wurzeln komplett verloren, hat einen
ungewissen Aufenthaltsstatus und steht vor dem Nichts. Sie ist zutiefst traumatisiert
und glaubt, dass ihr Leben jetzt zu Ende ist.
+++
Schade, dass diese hochdotierten westlichen Zen-Meister nicht einfach mal
komplett umsonst und entgegen jedem unternehmerischen Verstand in die Notunterkünfte
kommen können, um die inneren Wogen der dort wohnenden Menschen zu glätten.
 

Ein kleines Mädchen aus Afghanistan malt immer wieder
Schwärme von Menschen mit weit aufgerissenen Augen und Mündern.
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!

19 Juli 2016

UNPERFEKT I _ Wabi-Sabi

 
Eine gute Idee ist Gold wert – aber wann ist eine Idee gut? Und wer bestimmt das?
 
Ideen- und Inspirationsquellen scheinen von einem großen Geheimnis umgeben zu sein. Früher wurde man von der Muse geküsst, wenn etwas besonders gut gelang. Heute gibt es eine „Kreativitätsszene“, die händeringend nach guten Ideen sucht - um wettbewerbsfähig und konkurrenzlos zu bleiben. Mit teuren Seminaren und Trainingsprogrammen sollen Ideen auf Knopfdruck produziert werden, die noch besser, noch effektiver, noch wirtschaftlicher, noch erfolgreicher sind. Am besten viral. Trotzdem gibt es Schreibblockaden und leere Köpfe. Das macht auch vor der Kunst nicht Halt. Sind Wettbewerbsstrategien und der damit einhergehende Perfektionismus Kreativitätskiller?
Auf der anderen Seite wächst gerade jetzt im Moment eine Do-it-yourself-Bewegung aus dem Boden, die mit kreativen Ideen nur so um sich wirft. Eine schöner wie die andere. Auf DaWanda, Pinterest & Co zeigen viele tausend Menschen weltweit ihre selbst gestalteten Objekte. Die DIY-Portale wachsen stündlich an und gleichen einer kunterbunten Ideenlandschaft. Antriebsfeder ist eine neue Lust auf selbstgestaltete Unikate, mit viel Liebe zum Detail und ohne Perfektionismus und Zeitdruck im Nacken.
 
Warum besitzt das vermeintlich Unperfekte so einen unnachahmlichen Charme? In Japan gibt es ein Wort dafür: Wabi-Sabi – von der Schönheit des Unvollkommenen. Wabi-Sabi kennt den Ausdruck für „wertvoll“ nicht. Alles erhält erst dadurch seinen Wert, dass wir es lieben. Nicht etwas das Perfekte verdient unsere Liebe, sondern eben gerade das Unperfekte mit all seinen Makeln. Sie zeigen die Spuren der Zeit, geben Raum für Fantasie und erschaffen das wahrhaft Einzigartige.

 
Mein Trainingsprogramm für das kommende Jahr:
>>> Fräulein Unperfekt <<<
Herzlich willkommen und gute Reise.
 

 

Nichts in diesem Universum ist perfekt,
denn Perfektion bedeutet das Ende allen Wachstums.
Alan W. Watts, Philosoph
 
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Kreativitätstechniken zum Nachmachen:
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
 
Mädchen, ca. 14 Jahre alt aus Serbien
 
 

06 Juli 2016

GEHEIMBOTSCHAFTEN - Kryptologie im Alltag


 
Warum nicht „einfach mal“ geheime Botschaften verteilen,
ohne etwas verkaufen zu wollen und ohne Hintergedanken?
Wer macht denn so etwas?
 
  
Es geht ganz einfach.



 
Alles eintüten - einen Parkplatz suchen - hinter die Scheibenwischer klemmen - fertig.
 
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Es gibt gerade eine Ausstellung im >>> Skulpturenmuseum in Marl <<< mit einem wunderschönen Ausstellungstext:
Sich immer wieder neuen Begegnungen und unerwarteten Situationen in der Gegenwart auszusetzen und daraus Anregungen abzuleiten setzt, als künstlerische Haltung verstanden, gestalterische Kräfte frei, die wiederum als Appell oder als Möglichkeit vom Kunstwerk in die Gesellschaft zurückwirken. Vom individuellen Empfinden ins gesellschaftlich-politische gedreht kann Leichtigkeit dabei als eine Haltung gelesen werden, aus der heraus eine positive Bewegung, ein Aufbruch möglich ist. Kunst hat dabei den Vorteil, nicht umsetzen zu müssen, sondern Kunst weitet den Blick.
Der Text spricht mir aus dem Herzen, denn das ist genau das, was ich momentan auch mache:  zu sehen und lesen im  blog >>> HEUTE MAL ***ANDERS <<<.Wie schön, dass das jetzt auch Kunst ist.
 
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Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die gerade in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!


SCHRIFTZEICHEN
Junge, ca. 10 Jahre, am ersten Tag seiner Ankunft
in einer alten Schule, die als Notunterkunft dient / Hamburg
 


18 Juni 2016

LÄCHELN SAMMELN - give it to someone special

Jeder Mensch denkt am Tag zwischen 70.000 und 80.000 Gedanken. Davon sind 90% genau die gleichen, wie am Tag zuvor.: Wie essen dasselbe zu Frühstück, gehen dieselben Wege entlang, liegen im selben Bett, sitzen auf dem selben Stuhl. Also: den größten Teil denken wir immer das Gleiche, treffen wir dieselben Entscheidungen die uns die gleichen Erfahrungen bescheren und die gleichen Gefühle erzeugen. Das nennt man wohl Gewohnheit. 
 
Um neue Gedanken und Ideen haben zu können, müssen die Gedanken also Wege gehen, die sie noch nicht kennen. NEULAND wagen und etwas Neues ausprobieren -  und das möglichst billig, spontan und unperfekt.
 
 
Ich fange mal an mit "Lächeln sammeln" und Abreißzetteln.
  
UNPERFEKT_TAG EINS: >>> Abreißzettel >>> „give it to someone special”              
 
Nachmachen erwünscht!
 
STEP by STEP: „give it to someone Special” 












ERGEBNIS: sieben x lächeln
 
 von Fräulein Unperfekt 
Man kann ein lächelndes Antlitz nicht schlagen.
Zitat aus Korea



Meine blog-Einträge werden mit Zeichnungen von geflüchteten Menschen begleitet,
die gerade in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte.
DANKE!
Junge aus Syrien, ca. 4 Jahre alt
3 Tage nach seiner Ankunft in Hamburg
 

03 November 2015

ALLTAGSWUNDER_ Kunst aus Gewohnheit

Wir brauchen Gewohnheiten, um unseren Alltag zu bewältigen. Gäbe es keine Gewohnheiten, wäre das Leben sehr viel anstrengender. Zwischen 30 und 50 Prozent unseres täglichen Handelns werden durch Gewohnheiten bestimmt, Informationen ändern daran so gut wie nichts. Und jede Gewohnheit ist eine „kleine Sucht“.

Gewohnheiten können wie Kunstwerke aussehen und machen so mancher musealen Installation Konkurrenz.
 
Alltagskunst.
  
LAVRA - Portugiesischer Jakobsweg/ Fischerdorf

Textil-Biennale 2015 - Museum Rijswijk

Afghanistan - Frauen beim Einkauf


Zeit der neuen Gewohnheiten.
 
Gerade JETZT IM MOMENT werden viele Gewohnheiten geändert. Die vielen tausend geflüchteten Menschen, die heute hier ankommen, haben alle ihre Gewohnheiten hinter sich gelassen. Ihre Nachbarn, ihre Freizeit, ihre Gewürze und ihre Lieblingsbeschäftigungen.
 
Afghanistan - eine Familie - erhobene Hände

Die Menschen, die hier wohnen, müssen neue Gewohnheiten entwickeln, um für die Neuankömmlinge Hilfeangebote, Initiativen und Netzwerke ins Leben rufen. Menschen, die sich vorher nicht kannten, reden wieder miteinander und handeln gemeinsam. In einer Zeit, in der man sich lieber gegenseitig anschweigt, mit dem Handy spielt oder Zeitung liest ist das schon eine revolutionäre Veränderung.
 
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die gerade in Hamburg angekommen sind. Sie sind auf
Kunstaktionen vor ihren Notunterkünften entstanden.
Es ist mir eine große Ehre, dass ich dabei fotografieren durfte. DANKE!

14 Juli 2015

FOOT-SHOOTING_ fotografische Fußnoten


Manchmal brauche ich einen Wink mit dem Zaunpfahl, um in Bewegung zu kommen.  
Wer braucht das nicht?

Mein letzter Wink mit dem Zaunpfahl war ein Bericht über den Kunstverein Hannover. In der gerade laufenden Ausstellung Mental Diary („heimliches Tagebuch“ - schöner Titel) zeigt er unter anderem Christiane Möbus. Sie fotografierte seit Jahren auf ihren Reisen ihre – ja genau – ihre Füße. Und genau diese Fotoserie ist jetzt unter dem Titel „gestiefelte Katze“ dort ausgestellt.
 
Was macht unsere AMEIZON_Aktion?  FOOT_SHOOTING
Los geht`s mit einem wunderbarer Spaziergang von Anna: … ohne Worte … (ein Klick und der Film läuft) 

Video.js | HTML5 Video Player

 
und einer assoziativen Weltkarte aus fotografischen Fußnoten*. 

 Vernetzen und Verweben - das geht auch mit Füssen.
18 Füße aus 7 Ländern.
Das ist ein guter Anfang für eine FOOT- MAPdeluxe.  
 


(PS: * die Fotocollage enthält zwei Abbildungen von Christiane Möbius/ Kunstverein Hannover)  

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Weitersagen! Mitmachen
 … denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...  
 

08 Juli 2015

AMEISENWEISHEITEN – Viele können Vieles

Viele Menschen können viel bewegen. Dazu braucht es gar nicht viel. Es genügt oftmals nur eine kleine Geste, eine Handbewegung, einen Fingerzeig, ein Fußabdruck. Aber diese kleinen Gesten - von vielen gemacht - können im wahrsten Sinne des Wortes Zäune zum Einstürzen bringen.
 
Wie in Paris: fast eine Million Vorhängeschlösser mit einem Gesamtgewicht von 45 Tonnen haben Liebespaare im Laufe der Jahre an (nicht nur) das Geländer der Pariser Fußgängerbrücke Pont des Arts gehängt. Letztes Jahr ist das Gelände unter dem Gewicht der Liebesbeweise eingestürzt.



Auf dem Jakobsweg gibt eine absolut beeindruckende Etappe, die an einer Autobahn entlangführt. Über viele Kilometer hinweg ist der Weg mit einem Maschendrahtzaun abgesperrt, Diesen Zaun schmücken tausende von Kreuzen, die die Pilger hinterlassen haben. Alle unterschiedlich, alle einzigartig. Ein Weg der Zeichen.



 
 
 

Was braucht es, damit viele Menschen an einem Strang ziehen und dadurch
mit nur kleinen einzigartigen Gesten viel bewegen können?


Spaß? Betroffenheit? Neugierde? Gelegenheit?
Ameisen (Königinnen) wissen das.
 
 
Jeder Mensch ist ein anderes Land
Aus Afrika

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www.HEIMATzweipunktnull.blogspot.com
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 … denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...  

28 April 2015

5. SAMMELSURIUM – im wilden Garten


Eigentlich wollte ich das Kapitel „SAMMELSURIUM“ erst einmal abschließen. Aber in der letzten Woche habe ich diesen Artikel gelesen – und da konnte ich einfach nicht widerstehen. 
 








Das „Loki Schmidt Haus“ bereitet eine Sonderausstellung im Botanischen Garten vor. Sie wollen Bilder von dem sammeln, was Hamburger sammeln. Die eingereichten Bilder  werden dann bewertet, katalogisiert und ausgestellt.
 

Jeder kann mitmachen!

Also los:
Ich sammle die berühmten Tropfen auf dem heißen Stein,     (Film los ---> Ton ab)

Video.js | HTML5 Video Player

und Füße.


 
 
 


Was sammelst du?
 
In mancher Bildersammlung ist der Eigentümer das einzige Original. (sagt Claude Villiers)
---
In manchen Ameisenstaaten ist die Königin das einzige Original. (sagt die Ameisen-Königin)
So ein Quatsch. (sagen die Arbeiterinnen)

21 April 2015

4. SAMMELSURIUM – Verlust der Nacht

 
 

PILGER SAMMELN STEMPEL
 
 
Dieser Pilgerpass ist für mich nicht nur eine Eintrittskarte in die vielen Pilger-Herbergen gewesen. Am Ende meiner 33-tägigen Pilgerreise war diese Stempelsammlung das Wertvollste,
was ich in meinen Händen hielt – und mein ganzer Stolz.

 

AMAZON SAMMELT MITARBEITER

 
Bad Hersfeld ist mit zwei Logistikzentren der älteste Amazon Standort in Deutschland. Hier wurde im August 1999 das erste deutsche Logistikzentrum eröffnet.

 Ab sofort stellt das Unternehmen für das erwartete lebhafte Saisongeschäft
zusätzlich mehrere Hundert Lager- und Versandmitarbeiter ein.
(siehe Pressemeldung)
Offene Bewerbertage finden immer von Dienstag bis Donnerstag zwischen 09:00 – 15:00 Uhr statt, an denen sich interessierte Bewerber ebenfalls ohne Anmeldung vorstellen können.
 
AMEISEN SAMMELN DUNKELHEIT
 
Sie meiden das Licht - Licht macht sie nervös. Sie bauen mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, Lichtschutzräume. So entfliehen sie dem Licht und genießen ihre Dunkelheit. 
 
Ob unsere zunehmende Lichtverschmutzung auch ihnen Probleme bereitet? 

"Lichtverschmutzung" beschreibt die negativen Einflüsse künstlicher Lichtquellen, die die Nacht durch Straßenbeleuchtung, Leuchtreklamen, Videowände, Flutlichtanlagen und Industriebeleuchtung erhellen.
Die vielen Pressemitteilungen dazu klingen beinahe poetisch:
 

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Lieblingsfrage der Königin im April
Im Dunkeln ist gut munkeln.
 OVID ---> (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker
Was der wohl vor über 2000 Jahren mit "munkeln" gemeint haben könnte?

12 April 2015

3. SAMMELSURIUM - Messie_aner

Messies sammeln fast alles. Wikipedia sagt dazu: Der Begriff Messie-Syndrom (von englisch mess, dt. ‚Unordnung) bezeichnet schwerwiegende Defizite in der Fähigkeit, die eigene Wohnung ordentlich zu halten und die Alltagsaufgaben zu organisieren; es können ernsthafte seelische Störungen vorliegen. Umgangssprachlich werden Personen mit diesem Syndrom kurz Messies genannt.

Wenn Messies sammeln, sind sie krank.
 

Der gleiche Müll, nur anders geordnet und in das rechte Licht gerückt, ergibt Kunst. Das Künstlerpaar Sue Webster und Tim Noble arbeitet mit Müll, den sie in den Straßen Londons gesammelt haben.
 
 
Wenn Künstler sammeln, sind sie manchmal erfolgreich. 
 
 
Wo ist die Grenze zwischen erfolgreicher Kunst und zwanghafte Krankheit?


Zitat der Königin
Zeig mir deinen Müll und ich sag dir, wer du bist.
 
 
 
 
(Meine Ameisen sammeln und horten in ihrem Wohnzimmer Styroporkugeln und Insektenteile.)
 
 

08 April 2015

2. SAMMELSURIUM - Alltagswunder Pfandflasche


Einige Menschen sammeln täglich viel und sind trotzdem keine Künstler. Flaschensammler sammeln Pfandflaschen – um zu überleben. Überall dort, wo viele Menschen gefeiert oder gewartet haben: auf dem Flughafen, nach dem Festival, hinter dem Stadion.
Vier Flaschen für einen Euro, das Geld liegt auf der Straße - oder im Mülleimer.

Viele Flaschen für das „täglich Brot“:


Viele Flaschen für die Kunst: 

Wer bestimmt eigentlich, ab wann eine Müllsammlung Kunst wird, und ab wann sie auf den Müll gehört?


 
 Lieblingszitat der Königin
Ist das Kunst oder kann das weg?